Wer bin Ich?

 

 

Wenn wir ICH sagen, wer denkt, fühlt, spricht dann?

Meist sind wir mit einem oder mehrerer unserer Anteile identifiziert. Für die Aufspaltung in unterschiedliche Anteile, die oft  sehr gegensätzlich agieren und uns dadurch Stress bereiten,  können traumatisierende Erfahrungen mit Bindungspersonen in unserer Kindheit verantwortlich sein. Spaltung war notwenig, um mit unserem Umfeld, der Familie, in der wir aufgewachsen sind, zurecht zu kommen. Gefühle von Ausgeliefertsein, Alleinsein, Ohnmacht und Hilflosigkeit müssen weggehalten und durch Überlebensstrategien ersetzt werden. Unser eigenes, gesundes inneres Wesen und unsere Lebenskraft können sich nicht entfalten. In unserer heutigen Realität funktionieren wir noch immer mit Hilfe dieser „bewährten“ Überlebensstrategien, möglicherweise sind gerade sie jedoch Ursache unserer Probleme. Gleichzeitig befindet sich in ihrem Kern unser Lebenswillen, es geht also nicht darum diese Strategien abzuschaffen, sondern sie so zu verwandlen, dass sie unserer Wesensentfaltung dienen.

 

 

 

Was ist Trauma und wie zeigt es sich im Alltag?

In einer traumatisierenden Situation versagen alle unsere Strategien, wir haben keine Handlungsmöglichkeit mehr, wir befinden uns in einer äußert bedrohlichen Lage, können weder kämpfen noch flüchten, es bleibt uns nur noch ein Notfallprogramm, die Erstarrung.  In der Folge spalten wir diese Erfahrung ab um weiter leben zu können. Was ein Kind als lebensbedrohlich empfindet, kann ein Erwachsener nicht unbedingt nachvollziehen. Im Alltag können uns Situationen überfordern, sie erinneren in irgendeinem Detail (Trigger) an die traumatisierende Erfahrung und wir werden überflutet von den alten Gefühlen und körperlichen Zuständen. Unsere Reaktion auf eine alltägliche Situation ist dann unangemessen und für andere nicht verstehbar. Erinnerungen an Kindheitstraumata sind häufig nicht im Bewusstsein, jedoch im Körper gespeichert.

 

 

 

Bewusstwerdung

Wenn wir Gefühle und körperliche Zustände, die uns heute leiden lassen, zu der Situation zuordnen können, in der sie entstanden sind, hilft uns das, besser damit umzugehen.

Zum Prozess der Bewusstwerdung darüber, wer wir sind, gehört unsere eigene Geschichte, aus der heraus wir so geworden sind. Dabei geht es um die Wahrheit, wie es für uns war und nicht, was andere über uns erzählen.

Über diese Wahrheit bekommen wir Verbindung zu uns selbst. Blockaden und Verstrickungen, die bisher dem Zugang  zu unserem inneren Wissen und unserer Lebenskraft im Weg standen, können sich lösen.

Gesunde Beziehungen, Lebensfreude und ein selbstbestimmtes Leben werden möglich.

 

 

 

In Theorie und Praxis orientiere ich mich an der von Prof. Dr. Franz Ruppert entwickelten „Identitätsorientierten Psychotraumatheorie -therapie IoPT", „Selbstbegegnung durch Aufstellen des Anliegensatzes