Was ist Trauma und wie zeigt es sich im Alltag?

In einer traumatisierenden Situation versagen alle unsere Strategien, wir haben keine Handlungsmöglichkeit mehr, wir befinden uns in einer äußert bedrohlichen Lage, können weder kämpfen noch flüchten, es bleibt uns nur noch ein Notfallprogramm, die Erstarrung.  In der Folge spalten wir diese Erfahrung ab um weiter leben zu können. Was ein Kind als lebensbedrohlich empfindet, kann ein Erwachsener nicht unbedingt nachvollziehen. Im Alltag können uns Situationen überfordern, sie erinneren in irgendeinem Detail (Trigger) an die traumatisierende Erfahrung und wir werden überflutet von den alten Gefühlen und körperlichen Zuständen. Unsere Reaktion auf eine alltägliche Situation ist dann unangemessen und für andere nicht verstehbar. Erinnerungen an Kindheitstraumata sind häufig nicht im Bewusstsein, jedoch im Körper gespeichert.

 

Bewusstwerdung

Wenn wir Gefühle und körperliche Zustände, die uns heute leiden lassen, zu der Situation zuordnen können, in der sie entstanden sind, hilft uns das, besser damit umzugehen. 

Zum Prozess der Bewusstwerdung darüber, wer wir sind, gehört unsere eigene Geschichte, aus der heraus wir so geworden sind. Dabei geht es um die Wahrheit, wie es für uns war und nicht, was andere über uns erzählen.

Über diese Wahrheit bekommen wir Verbindung zu uns selbst. Blockaden und Verstrickungen, die bisher dem Zugang  zu unserem inneren Wissen und unserer Lebenskraft im Weg standen, können sich lösen. 

Gesunde Beziehungen, Lebensfreude und ein selbstbestimmtes Leben werden möglich.

 

 

In Theorie und Praxis orientiere ich mich an der von Prof. Dr. Franz Ruppert entwickelten „Identitätsorientierten Psychotraumatheorie –therapie, IoPT“,

 

 

Wie sieht eine Einzelsitzung aus

 

Unsere gemeinsame Arbeit beginnt mit der Begegnung im Gespräch.

 

Selbsterforschung

Es geht darum herauszufinden und anzuerkennen, was geschehen ist und wofür Sie Unterstützung brauchen. Durch Erzählen und Teilen dessen, was Sie beschäftigt, beunruhigt oder leiden lässt, finden Sie zu Ihrem Anliegen, das nächste Schritte möglich macht.

 

 

Vertiefung

Es ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis zu verstehen. 

Unser Alltagsbewusstsein hat schnell eine Erklärung, die nicht immer hilfreich ist. Wenn wir fest stecken brauchen wir eine neue Sichtweise auf uns selbst und auf unser Handeln, die aus unserem inneren Wissen heraus kommt. Dafür bediene ich mich der Aufstellungsmethode. Wir stellen Ihr inneres System mit Hilfe von Platzhaltern oder Figuren auf, mit denen Sie selbst in Resonanz gehen. Es können sich Bilder, Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen zeigen, die hilfreich für ein besseres Verstehen sind. Diese Fähigkeit der Wahrnehmung ist zutiefst menschlich und jedem zugänglich.

 

Umsetzen ins Leben

Aus den Erfahrungen und Erkenntnissen Ihrer Aufstellung entwickeln wir gemeinsam in angemessenen Schritten einen individuellen Plan für den Alltag , der sehr konkret und verwirklichbar sein soll.

 

 

Aufstellen in der Gruppe

 

Als Ergänzung zur Einzelarbeit gibt es auch die Möglichkeit in der Gruppe aufzustellen: wir beginnen mit einem Vorgespräch, in dem Sie Ihr Anliegen in Form eines Satzes formulieren, ausgerichtet an dem, was Sie belastet, was Sie ändern möchten, auch eine Frage, was bspw. hinter einem Symptom steckt, ist möglich.

Sie wählen aus den Mitgliedern der Gruppe die Repräsentanten, die mit Ihren einzelnen Worten in Resonanz gehen sollen. Ihr inneres Geschehen in Bezug auf das  gewählte Thema wird abgebildet, damit werden Ihnen neue Einsichten ermöglicht. 

Der verloren gegangene Kontakt zu uns selbst kann durch das Gegenüber einer realen Person, die unser ICH oder andere Anteile repräsentiert, neu entstehen.

Diese Selbstanbindung ist ein wichtiger Aspekt auf dem Weg zu gesunden Beziehungen.